Das Ringgleis : Radschnellweg oder Flaniermeile ?

Vom Bedeutungswandel einer alten Bahnstrecke

Von Hans-W. Fechtel / braunschweiger forum

Das Ringgleis. Am Anfang waren die Gleise und die Züge. Mit der Stilllegung des Bahnbetriebes kamen zunächst die Schottervegetation und die Brombeerhecken, später dann Birken und Sträucher, denen das alte Gleisbett gute Wachstumsbedingungen bot. Auch manch‘ ein Kaninchen, mancher Heuschreckenschwarm und manches Vogelpaar fand hier ein passables Zuhause.

Die Diskussionen um den Ausbau der alten Bahntrasse zu einem Geh-/Radweg in den späten 90er Jahren drehten sich um andere Belange:

  • Schaffung eines sicheren Schulweges
  • Spielräume für Kinder in dem mit Grünflächen unterversorgten westl. Ringgebiet
  • Schaffung eines „Ersatz-Parks“ vor der Haustür
  • Gassi-Strecke um die Ecke.

Die ersten Baumaßnahmen am Ringgleis trugen dem Rechnung; sie richteten sich vorrangig an Spaziergänger und FreizeitradlerInnen:

  • dezenter Rückschnitt der seitlichen Vegetation
  • Anlage eines naturnahen Weges in wassergebundener Decke
  • Ausstattung mit Sitzbänken und dezenter Beleuchtung entlang des Weges
  • hier und da Spielgeräte für die Kleinen und
  • Kotbeutelspender für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner.

Mit dem fortschreitenden Ausbau der Gleistrasse und deren verbesserter Integration in das städtische Radverkehrsnetz haben sich die Nutzergruppen in den letzten Jahren teilweise verändert. Der Ringgleisweg findet zunehmend auch Beachtung bei den Alltagsradlern. Sei es als Abkürzung, auf dem täglichen Weg zur Schule/zur Arbeit, als schnelle Verbindung zum Nahversorger oder als sichere Alternative auf dem späten Heimweg von der Kneipe.

Mit dem teilweise veränderten Nutzerkreis ändern sich – „form follows function“ - nun bei manchem auch die Ansprüche an die Ausbauqualität des Weges:

  • Herr Manlik (CDU) und der ADFC fordern Asphaltdecken für eine ganzjährige Benutzung
  • an den querenden (Neben)Straßen wollen manche Ringgleis-Radler Vorfahrt erhalten
  • etliche Politiker und Planer sehen den Ringgleisweg gar schon als Teil eines Radschnellweges zw. Wolfsburg und Braunschweig.

Ja, was ist er denn nun, der Ringgleis-Weg? Nun, zu allererst ist er das verkehrliche Rückgrat eines Stadtumbaus hin zu einer „Stadt der kurzen Wege“ und zur Förderung der Nahmobilität in Braunschweig. Insoweit ist die Förderung des schnellen Radverkehrs o.k.

Das allein wäre aber zu kurz gedacht. Denn neben den RadlerInnen gibt es ja auch noch die Spaziergänger, die spielenden Kinder, die Gassigeher, die vielen Gehbehinderten mit ihren diversen Rollstühlen und Rollatoren … und die Stadtflaneure. Alle wollen sie am Charme und der Attraktivität des Ringgleisweges partizipieren. Und das sollen sie auch !

Deswegen wäre eine Ausrichtung des Wegeausbaus nur an den Interessen der schnellen RadlerInnen ein Fehler. Auch die Langsamen und Schwachen müssen ihren Platz finden auf dem Ringgleis !

Freuen wir uns daher über jeden und jede, die den Weg für sich „entdeckt“ und regelmäßig benutzt: sei es als wohnungsnahes Refugium, als Stadtteil-Promenade, als Sonnenwiese oder als flotte Abkürzung auf dem Weg ins Büro. Nur, wenn wir uns gegenseitig respektieren, wird der Ringgleisweg auch längerfristig ein Weg für alle sein … und uns verbinden !

Kommentare:

Weiß jemand wie und wann es an der Echobrücke weitergeht? Bzw. auch hinter der Ebertallee? Erst 2020?

Karsten 14.10.2019
Antworten

Ist es nicht sehr bedauerlich für die selbsternannte "Fahrradstadt Nummer zwei hinter Münster", dass rund 2 Wochen nach Beginn der Bauarbeiten beim Lokpark mit der verbundnenen Sperrung des Wegs immer noch keine Umleitung beschildert ist? Ortsunkundige fahren bzw. laufen definitiv in eine Falle und wissen nicht weiter.

Umletung 01.10.2019
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Wie auch schon an an anderer Stelle angemerkt wurde:
Das Ringgleis wird nicht nur von RadfahrerInnen gern genutzt. JoggerInnen nutzen das Ringgleis gern als Laufstrecke, da es an vielen Braunschweiger "Ecken" schlicht an geeigneten Laufrouten fehlt, die nicht asphaltiert bzw. gepflastert sind.
Würde das Ringgleis komplett asphaltiert werden, wäre dies nicht im Sinne der JoggerInnen (starke Belastung der Gelenke beim Laufen auf hartem Untergrund).
IMHO sollten die Bedürfnisse aller Nutzergruppen angemessen berücksichtigt werden - auch die der laufenden Zweibeiner.

Thomas 24.09.2019
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Hallo Thomas,

obwohl Asphalt natürlich nicht so weich, wie ein reiner Naturboden ist, gilt er eigentlich als nicht besonders problematisch für Gelenke, wenn man darauf weniger als ca. 90 Minuten am Stück läuft. Die Einschränkung für Jogger wäre also zugegebenermaßen da, aber eher von geringer Natur. Der Zugewinn an Qualität für die Radfahrer wäre hingegen enorm.

Markus 26.10.2019
Antworten

mir begegnen häufg Jogger auf Asphaltwegen im Park, zwischen Stadtteilen, an der Oker. Wenn das alles so schlimm mit dieser Oberfläche für Jogger is, dürften die doch garnicht dort laufen. Oder gar Marathonläufe auf Straßen, Fahrbahnen stattfinden. Im Prinzenpark sind z.B. fast alle Wege asphaltiert, im Bürgerpark etwa 70 Prozent.

Eine weitere Möglichkeit, um an die begehrte Oberflächenbeschaffenheit zu kommen, wäre ein Radausflug über das Ringgleis in den Westpark, in die Wälder, zum Kreuzteich, Ölpersee oder Südsee, dort können Sie auch auf wassergebundenem Granulat joggen und sich bei Regen so richtig einsauen.
Aber bitte nicht mit dem PKW zum "Sport" fahren, dass ist erstens sehr umweltschädllich, gesundheitsschändlich, verursacht Stau- und Parkplatzprobleme, nervt erholungssuchende Radfahrer und Fußgänger in der Regel spätentens dann, wenn die Egoistenkarre im Weg parkt.

mein Name 26.09.2019
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Wäre es nicht sinnvoll für die Zeit der Bauarbeiten zwischen Lindenbergallee und Borsigstraße, sowie Reindagerothweg eine Umleitungstrecke auszuschildern? So würden in der selbst ernannten Fahrradstadt nummer zwei wegen dem "Leuchttumprozekt Ringgleis" die Radfahrer und Fußgänger nicht nach einigen 100 Metern Wegstrecke vor Sperren stehen. Das was hier gerade wieder passiert ist eine bodenlose Unverschämtheit und ein Schlag ins Gesicht der Radfahrer und Fußgänger.

Umleitung 18.09.2019
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Da die Borsigstraße und auch die Schwartzkopffstraße nun Teil des Ringgleises sind und somit auch die Verbindung zum Hbf darstellen frage ich mich wann diese beiden Straßen in ihrer gesamten Länge zu Fahrradstraßen werden.
Wenn man dort täglich unterwegs ist wünscht man sich dass neu eingeführte Verkehrsschild "Überholverbot von Radfahrenden".

Über beides sollte man mal dringend mit der Stadt sprechen weil es nicht mehr schön ist wenn man permanent in zu geringem Abstand von PKW´s und auch großen LKW´s überholt wird.

costa 30.08.2019
Antworten

An die bestehende 30-Zone (ganzer Stadtteil inklusive Schwartzkopffstraße bis Klinikum) und rechts vor links halten sich dort nur wenige, die Berufsschüler knallen da auch schon mal mit geschätzt 70-80 oder 100 durch. Auch das Aufpinseln der 30 auf die Fahrbahnen hat nichts gebracht. wenn dann noch die Erschließungsstraße für das Neubaugebiet im Rangierbahnhof kommt, wird das bestimmt noch schlimmer. An der Lindenbergallee ist es wegen der LKW zum Asphaltwerk auch sehr gefährlich, zudem Falschparker auf der Bordsteinabsenkung.

Falschparker? Da war noch was, Rote Wiese ist bei Sportveranstaltungen auch zugeparkt, weil eine Absperrung zwischen Radweg und offiziellem Parkplatz vorm Vereinsheim vor 5 Jahren weggefault ist und nicht ersetzt wird. Am Kennelweg wird auch mal deutlich mehr als 20km/h gefahren und die Halteverbotszone (Feuerwehrzufahrt) zugeparkt, sodass Radfahrer gefährdet werden. Die Asphaltoberfläche Kennelweg, Rote Wiese, Borsigstraße (am Lokpark) ist noch immer mangelhaft.
Aber das BS-Forum wollte ja diese Alternativroute haben und ist jetzt ganz stolz auf den provisorischen Ringschluss. Wäre schöner gewesen, wenn der richtige Ringschluss endlich stattfindet.

Herr Fechtel, Sie dürfen mir beim nächsten Treffen gerne eins überbraten.
Ich sags mal so, das BS-Forum hat zwar in 40 Jahren viel erreicht, aber nun ist die Luft wohl langsam raus und alles dreht sich ums Ringgleis und die positive Öffentlichkeitsarbeit hierzu. Die RG-Umleitungsstrecke im Süden ist bislang minimalst ausgebessert worden, Probleme nicht beseitigt, Wegweiser und Verkehrszeichen fehlen seit über 1,5 Jahren. Die Tafeln an den Kilometersteinen am westlichen RG sind nicht repariert, die neuen Tafeln am südlichen Ringgleis werden wegen derselben Befestigung sicher bald genauso aussehen. Poller fehlen, störender und stinkender Kraftverkehr mittels Privatfahrzeugen wird sowohl auf dem RG, als auf der Ausweichstrecke immer wieder gesehen. Klopfen Sie der Verwaltung mal auf die Finger.

Radfahrer 02.09.2019
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Also wenn ich vom Bültenweg Richtung Gliesmarode fahre, fehlen am Ende es Nördlichen Ringgleises (also am Bahnhof Gliesmarode) eindeutig Schilder wo es weiter geht.
Wir sind einfach grade aus über die Ampel durch das Wohngebiet da ich keinen Schimmer hatte wo es weiter geht....

Wenn der Bereich östliches Ringgleis so bleiben sollte, wird er nie und nimmer so gut angenommen wie der alte Teil einschließlich des Stücks bis Bültenweg....

Der Verkehr auf dem alten Ringgleis nimmt eindeutig zu, was eine Asphaltierung der Oberfläche rechtfertigen würde (teilweise ist es ja auch schon Asphalt).
Von der geforderten Vorfahrts-Regelung für das Ringgleis würden nicht nur Fahrradfahrer profitieren sondern auch Fußgänger und vor allem Jogger.
Da das Ringgleis aktuell mehr frequentiert wird als die Straßen (ausgenommen die mit Ampel und ggf. Madamenweg) wäre es auf jeden Fall angebracht die Vorfahrt dem Verkehr auf dem Ringgleis zu gewähren.

Tobias 21.08.2019
Antworten

Auf der hier querenden Grünewaldstraße gilt auf dem Radweg rechts vor links, am Ringgleisweg VZ205 "Vorfahrt achten". Der Schilderwald hier ist für den Radverkehr außerdem völlig unnötig.

https://www.mitreden.braunschweig.de/node/7959

Ich bewundere immer wieder das höchst professionelle und stetig steigende Niveau der verantwortlichen Fachbereiche und ausführenden Unternehmen, wenn es um Radverkehrsanlagen in Braunschweig geht.

Vorfahrt missachten? 16.07.2019
Antworten

gerad gefunden:
https://www.mitreden.braunschweig.de/node/7837
(Zitat)"Der Luftschifferweg stellt für Radfahrer eine wichtige Verbindung zum Ringgleis her, da die Straße eine direkte Verlängerung der Fahrradstraße Bültenweg ist. Dementsprechen hoch ist die Frequentierung durch Radfahrer. Leider ist die Oberfläche der Straße dermaßen schlecht, dass sicheres Radfahren kaum möglich ist."(Ende Zitat)

Diese Klagen sind nicht neu und es wurde mal ein Häufchen Asphalt in ein paar Löcher gestopft, was den Gesamtzustand aber nicht verbessert hat, weil grobes Kopfsteinpflaster.

MfG

Nichtallesgoldwasglaenzt 28.06.2019
Antworten

oha, heute wurde ja in der BZ wieder gegen die rabiaten, rücksichtslosen Radfahrer auf dem Ringgleisweg gehetzt. Die "unparteiliche" und "unabhängige" BZ versteht es aber durchaus andere Mißstände totzuschweigen und zu unterdrücken.

Ob dem Herren im Eichtal-Gebiet auch die Mopedfahrer auf dem Ringgleisweg aufgefallen sind, oder wird das einfach schweigend hingenommen, weil man es vielleicht sogar selbst macht? Und nicht nur da knattern die stinkenden Zweiräder regelmäßig rum.

Am Bahnübergang Nordanger-Luftschifferweg fahren anhand der immer wieder zu sehenden Reifenspuren offensichtlich auch (private) PKW immer wieder rein, dass VZ240 reicht eben nicht aus, hier gehören Poller hin. Der Mißstand wurde bereits der Stadtverwaltung vor Monaten gemeldet. Das Einzige was geschehen ist, ist das man an den anderen Seiten fehende Poller und Findlinge ersetzt hat, was das Problem aber nicht löst.

Auch das Müllproblem wird nicht behandelt, so liegen schon seit mindestens zwei bis drei Wochen Sperrmüllteile am Kennelweg unten am Damm. Seit wenigen Tagen mal wieder ein großer blauer Sack mit Hausmüll an der Rampe, Glasscherben und Müll vom Vatertag weiter oben an den blaugelben Bänken. Gestern sah ich dann noch einen blauen Müllsack am Westbahnhof. Unter der Grafittibrücke liegen auch regelmäßig Sperrmüllteile und bei den Autohändlern Arndtstraße waren vor einiger Zeit sogar Altölkanister zu bereits bestehendem Müll abgestellt worden.
Von dem Sperrmüll und den Müllsäcken, der/die seit über 1,5 Jahren am Verbindungsweg zum Messegelände liegen und mittlerweile wieder vom Grün der Pflanzen weitgehend verdeckt sind rede ich besser garnicht.

Am Ende Bienroder Weg kann man derzeit die "perfekte Abstimmung" von Bauarbeiten bewundern, dass RG ist dort ja kaum ein halbes Jahr fertig, aber direkt an der Straße hat man seit Wochen alles wegen einer Baustelle versperrt.
Beim Schimmelhof/ehem. Pressehaus hingegen riss man den RG-Weg vor ein paar Wochen auch wieder auf, um irgendwelche Leitungen daneben und quer drunter einzubuddeln.

Die neu markierten "Spuren" zwischen Feuerwehr und Heizkraftwerk bewirken kaum was, mir kamen letzte Woche schnell fahrende Radfahrer genau in den Kurven entgegen. Nicht wenige Radfahrer haben von Anfang an gesagt, dass da Spiegel zur Einsicht hin gehören, dass ignoriert die Stadt BS weiterhin. Die Werbetafel am Mittelweg behindert immernoch die Sicht auf die Fahrbahn, auch das stand bereits im letzten Jahr in der BZ zusammen mit einer ziemlich lapidaren Antwort der Verwaltung drin.
Wegweiser an den neuen Abschnitten fehlen auch noch, man stelle sich eine ganz normale Umgehungsstraße vor, an der mehr als 1,5 Jahre keine Schilder sind. Mit Radfahrern kann mans ja machen. Ich als ortskundiger Einwohner habe damit weniger Probleme, aber mir begenen häufiger Mitmenschen, die einfach mal hilflos wirken, nicht wissen wo sie sind und wie sie wohin kommen.

Im Winter sah ich einen großen LKW (12-Tonner?) des FB Stadtgrün im Abschnitt zwischen Arndtstraße und Gartenstadt. Hier wurde der Einschnitt beschnitten. Die Zwillingsreifen haben den Randbereich der wassergebundenen Oberfläche weggedrückt, der RG-Weg ist dadurch stellenweise verengt. Wann werden diese Schäden beseitigt. Wann werden die teils erheblichen Schäden und Wuzelhuckel bei der Roten Wiese, am ehem. Ausbesserungswerk und Reindagerothweg. Beim Mastbruch sind die Wege auch suboptimal, teils zu schmale Trampelpfade, teils seit Jahrzehnten schadhaft.

Braunschweig ist doch schon vor 20 Jahren von OB Steffens als Fahrradstadt Nummer zwei hinter Münster ausgerufen worden? Ich glaube, dass was der Verwaltungschef damals gesagt hat ist noch immer nicht in den Köpfen seiner Fachbereiche angekommen, dass kann man im ganzen Stadtgebiet sehen. Die Fahrbahnen sind nämlich zumeist in Ordnung, die Hochbordradwege daneben oft in seh desolatem Zustand, Wurzelhuckel, Flickschusterei, oder bestehende Radwege werden zu Todesstreifen o.ä. zurück gebaut. wie z.B. am Messeweg. Wohin gehst du wirklich, "Fahrradstadt" Braunschweig?

So schön das selbst ernannte Leuchtturmprojekt RG auf der einen Seite auch sein kann, gibt es in anderen Ecken noch Probleme. Ich habe in der Vergangenheit mit verschiedenen Leuten gesprochen, die mir deutlich gemacht haben, dass das was hier gemacht wurde eher eine Minimallösung ist und schon mal gar nicht so einzigartig, im Ruhrgebiet gibt es bessere Wege auf alten Zechen-Bahntrassen.

ich finde es auch schade, dass jetzte erstmal "Schluss" mit dem weiteren Ausbau ist und man uns auf die "Alternativroute" vertröstet. Der schönste Abschnitt über die ehemaligen Dämme des Rangierbahnhofes ist damit wieder mehr in weite Ferne gerückt. und wenn dann noch Teile des Dammes wegen dem Neubaugebiet Bahnstadt unterbrochen werden, wird der echte Lückenschluss noch weiter in die Ferne rücken.
Braunschweig muss sich in Zeiten der Diskussionen um Klimawandel, Umweltverschmutzung und Verkehrswende endlich deutlich vom MIV distanzieren und brauchbare Alternativen schaffen. Seit Jahrzehnten bestehende Wurzel-Huckelpisten wie am Lokpark und teils 10cm hoch rausstehende Schachtdeckel am Reindagerothweg sind eher ein Zeichen dafür, dass man Belange der Radfahrer nicht ernst nimmt. Auch das Falschparkerproblem auf Rad- und Gehwegen im ganzen Stadtgebiet nimmt immer mehr zu, daran sind zum Teil auch für Radfahrer völlig unpraktikabele Umbauten wie am Ägidienmarkt verantwortlich.

Wie sehr Radfahrer in Braunschweig akzeptiert werden, kann man in den Kommentaren bei der BZ-Facebookseite zum Thema Poolnudelaktion sehen, über 200 Kommentare in den ersten 24 Stunden, weitgehend Hetzerei, "die blöden Radfahrer sollen sich an die Regeln halten", "die sollen nen Helm tragen", "die brauchen Kennzeichen", "die fahren ohne Licht" (die Lampen waren auf dem BZ-Foto deutlich zu sehen) etc.pp.!
Ein Tag später, ein Motorrollerfahrer in der Fußgängerzone, der Polizisten beleidigt hat, ein Kommentar!
Wieder ein Tag später ein Autofahrer, der mit 3,31 Promille erwischt wurde, ich meine zwei Kommentare!
Also wird so ein Verhalten zumindest von den facebook-Nutzern mehr hingenommen? Kann man das überhaupt als Maßstab über die Stimmung gegenüber Radfahrern nehmen?

Daran muss sich was ändern, einerseits sehe ich die Klagen über das Fehlverhalten der Radfahrer durchaus als berechtigt an, denn mir kommen auch immer wieder Radfahrer auf der falschen Seite, ohne Licht oder jenseits jeglicher Regeln in die Quere. - Die Autofahrer und Fußgänger sind im Übrigen auch nicht besser, halten sich jedoch immer für was besseres -
Andererseits müssen wir ganz stark daran arbeiten, dass anderen Verkehrsteilnehmern Regeländerungen wie Fahrradstraßen, Freigaben in Gegenrichtung, Abstand usw. klar gemacht werden, ich erlebe immer wieder Konflikte wegen Unwissen auf der aneren seite, Fußgänger die bei "Radfaher frei" versuchen Radfahrer zu belehren auf der Fahrbahn zu fahren und Autofahrer, die Radfahrer auf der Fahrbahn Radfahrer auf den Fußweg scheuchen wollen.
Die BZ müsste in dem Bereich noch viel mehr machen und Themen auch wiederholen.

radfahrerberuhigungsgleisweg 08.06.2019
Antworten

Hallo, ggf sollten Sie bedenken, das eine Zufahrt für Rettungswagen etc. auf das Ringgleis möglich sein müssen. Ein Ruf nach Poller ist da nicht hilfreich und zu kurz gedacht... Versenkbare oder umlegbare Poller sind übrigens keine Alternative, da diese im Winter meist nicht zu bewegen sind... Auch die Damen und Herren vom Stadtgrün müssen aufs Gleis, sonst beschweren Sie sich womöglich darüber, das der Weg völlig zugewachsen und nicht mehr zu benutzen ist. Soweit ich informiert bin, soll das Ringgleis grundsätzlich asphaltiert werden, so das die Malaise mit dem aufgeweichten Belag wohl bald der Vergangenheit angehört.

Martin Schipke 18.07.2019
Antworten

Also die Aussage "Autofahrer und Fußgänger sind … nicht besser" kann ich so nicht stehen lassen und ist an den Haaren herbeigezogen. Ich spreche jetzt für die Autofahrer: Der überwiegende Teil hält sich an die Verkehrsregeln, fahren nicht einfach bei rot über die Ampel, fahren nicht auf der verkehrten Seite oder ohne Licht und und und ! In der Regel verursachen Radfahrer die Verkehrsunfälle weil sie sich nicht an Regeln halten oder die Straßenverkehrsordnung nicht kennen. Ergo sind für mich die Radfahrer die meinen etwas besseres zu sein. Ich für meinen Teil respektiere alle Gruppen !

A. K. 05.07.2019
Antworten

@ A.K. Fahren Sie doch ganz einfach mal mit dem Fahrrad durch die Stadt, dann werden Sie sehen, wer sich nicht an die Regel hält. Sind nämlich alle und alle nehmen sich nicht viel bei den Verstößen, in der Regel wegem purem Egoismus. All das aufzählen, was ich jeden Tag sehe, würde den Rahmen sprengen. Aber die Verkehrsteilnehmer sind zumeist verwundert oder drohen, wenn man sie mal auf irgendwas anspricht.
Und bei Rot über die Ampel, kennen Sie die neuen Fahrradampeln schon, die stehen vor der Kreuzungen und werden oft von den Autiofahrern nicht gesehen, das was Sie vielleicht geshen haben ist eine rote Fußgängerampel, die eine andere Taktung hat, als die Fahrradampel. Und jetzt raten Sie mal wie viele Autofahrer ich täglich bei Rotlichtverstößen sehe?

@herr Schippke, es gibt Klapppoller. die Rettungsdienste haben auch Schlüssel dafür, zumeist waren auch Poller an jeder Einmündung des Ringgleisweges verbaut, die fehlen aber teilweise wieder. Das kommt oft durch die externen Dienstleister wie Müllabfuhr oder den FB Stadtgrün, die ziehen den Poller, legen ihn beiseite oder auf die Ladefläche, weg ist er dann.

@BS-Forum, in dne eltzten Tagen sind mir wieder einige Mopedfahrer auf dem Ringgleis aufgefallen, ich kann leider bei dem Gestank und dem Staub, den diese illegalen Kraft-Fahrzeuge auf dem Weg verursachen nicht mehr atmen und muss mich übergeben. So am Kennelbad/Schloss Richmond bis Gartenstadt, zwischen westbahnhof und Madamenweg, Hildesheimer Straße bis HKW-Mitte habe ich so einige in den letzten Tagen gesehen.

Ringgleisbefahrer 30.07.2019

Besser kann man es nicht sagen! Genau so ist es!

Peter W. 22.06.2019
Antworten

Das Ringgleis ist für Fahrradfahrer nur bei Schönwetter zu benutzen. Bei Regen ist er für die Fahrt zur Arbeit nicht zu gebrauchen, es sei denn, man hat einen Ganzkörper-Schutzanzug. Leider sehe ich daher immer weniger Benutzer. Schade das eine so schöne Idee so stümperhaft umgesetzt wird.

Daniela 31.05.2019
Antworten

Tja. Jetzt wurde ich in der Kurve bei der Echobruecke beinahe von einem Raser erfasst, der deutlich mehr als die zulässige HG fuhr und in der Kurve fast wegrutschte.
Des weiteren wurde da am Kennelweg unten Sperrmüll abgeladen.
Sieht sich die Stadtverwaltung hier zuständig oder bleibt es bis Sankt Nimmerleinstag liegen, wie beim Weg zum Messegelände.

radfahrerberuhigungsweg 22.05.2019
Antworten

Oben an der Sitzgelegenheit beim Kennelweg wurde wohl etwas sauber gemacht. Trarig nur, dass das professionelle Personal nicht in er Lage war die sichtbaren Kunsstoffverpackungen an der Nordseite, ca 50cm-1m neben dem Weg unweit der Sitzgelegenheit zu entfernen.

Im Sinne des Umweltschutzes, Artenschutzes, des Mikroplastikproblems ist es aber unerlässlich, dass solche Verunreinigungen zeitnah entfernt werden. Ich habe daher auch kein Verständnis dafür, dass bereits vor Jahren gemeldete Müllablagerungen und größere Verunreinigungen nicht beseitigt werden und hier nur halbe Sachen gemacht werden.

Fridays for Future!

Radafahrerberuhigungsgleisweg 10.05.2019
Antworten

So, jetzt war ich mal wieder da am Madamenweg, den Wegweiser an der dortigen Riggleiskreuzung findet man in der Tat eher schwer, weil er an einem Lampenmast weiter weg angebracht wurde. Die Klage, dass man das Ringgleis teilweise schwer findet, ist durchaus berechtigt, finde ich.

Oberhalb Kennelweg nutzte in den letzten Tagen jemand die "Aussichtsplattform" mit den blaugelben Sitzgelegenheiten als Abladeplatz für Hausmüll, der Müll liegt zum Teil auch an der andren Dammseite. Sehen Sie eine Lösung für das andauernde Müllproblem am Ringgleis? U.a. sind ja noch mehr Stellen teils erheblich mit Sperrmüllteilen und Müllsäcken verunreinigt und die Ablagerungen werden auch auf Meldung gegenüber der Stadt BS nicht beseitigt.

ich finde es ja toll, dass ein weiterer Politiker nun gemerkt hat, dass der Weg bei Regen matschig ist und man nur noch schwer voran kommt.

Radfahrerberuhigungsgleisweg 07.05.2019
Antworten

Oha, da war heute aber viel los auf dem Ringgleis. Am Madamenweg musste ich ein auswärtiges Ehepaar, welches auf der Suche nach dem Ringgleisweg war, drauf hinweisen, dass sie es gerade gefunden haben. Die dachten es wäre schon alles Komplett befahrbahr, nee sagte ich Teilabschnitte sind noch in Bau und noch nicht mal komplett beschildert. Schade, Schade...

die Stadt BS hat bereits rund 1,5 Jahre versäumt die schon damals geöffneten Abschnitte mit Wegweisern auszustatten. Ich habe jetzt nicht drauf geachtet, wie es am Madamenweg und den übrigen Straßenkreuzungen ist, aber hier sollte man endlich mal Wegweiser und Hinweisschilder aufbauen, wo sie fehlen, bzw. aktualisieren, wo Wegweiser eine falsche Richtung anzeigen, die Gartenstadt oder Broitzem liegen nämlich nicht in Richtung Echobrücke/Kennelbad.

Daran kann man mal wieder mal sehen, wie die Stadt BS uns Radfahrer behandelt. Touristisch gesehen ist das ein Fiasko und ein Schlag mit der dem bronze-Schwanz des Burglöwen ins Gesicht der Radler! Selbst Braunschweiger, die nicht so viel radeln und nicht alle Ecken kennen, würden in die Irre geführt.

Wäre es vielleicht machbar, wenn man den offiziellen Ringgleisflyer der Stadt BS mit Karte desselben und vielleicht das Ringgleisprogramm auch direkt in Kästen am Ringgleis auslegt?

Außerdem sind die Schilder "Ringgleis" unter den Wegweisern, wo vorhanden, doch arg klein eine Nummer größer würde mehr isn Auge fallen.

MfG

Radfahrerberuhhigungsgleisweg 01.05.2019
Antworten

Bin gestern nach dem Regen 20 km Ringleisweg gefahren und habe dem Klima wieder 2...3 kg CO2 erspart. Aber man muss schon ziemlich idealistisch sein, um das zu machen. Die Oberfläche ist eine wirklich übelste Schlammpampe und das Fahrrad, die Schuhe und Hose sehen "aus wie Schwein"! Im Grund ist das eine ausgemachte Frechheit, dass dieser Weg in einem solchen Zustand ist und nichts unternommen wird, die dauerhafte Nutzung für Jedermann und -frau zu gewähreisten - bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit!
Zwischen Lehmanger und Gartenstadt hat der Belag in feuchtem Zustand die Konsitenz einer Schaumstofmatte - mit ähnlicher Bremswirkung, nur dass der Dreck nur so spritzt.
In dieserm Abschnitt arbeitet sich zudem der grobe Schotter langsam aber unaufhaltsam nach oben und man läuft Gefahr, sich Felgen und Reifen kaputt zu fahren!

Wenn irgendwo im Stadtgebiet die Straße so mit Schlammbrühe und -pampe verdreckt wäre, gäbe es eine Revolution der Autofahrer, die sich Ihr "geliebtes Blech" eindrecken und vermutlich würden Stadtreinigung und Feuerwehr ausrücken. Radfahrer scheinen das aber akzeptieren zu müssen... warum eigentlich? Auch Radfahrer sind Steuerzahler!

Meiner Meinung nach ist jeder weitere Euro, der in diese "wassergebundene Decke" gesteckt wird absolut rausgeschmissenes Geld!

Gleiches gilt für diesen "zwanghaft" vorangetriebenen Ringschluss des Weges. Ich bin sicher, dass auch hier mancher Euro besser angelegt wäre, wenn man ert einmal die viel genutzten Abschnitte im Westen und Norden instand setzt - mit einer Asphaltschicht!
Ich erwarte, dass das Interesse an eine vermutlich aufwendig hingefriemelten und teuer ausgeschilderten Streckenführung kreuz und quer übers Bahngelände, durch die Mastbruchsiedlung und die Feldmark eher geringeres Interesse hervorruft als eine gute Nutzbarkeit der vorhandenen Abschnitte.

Petter 04.04.2019
Antworten

Das Ringgleis hat bei einigen Radfahrern schon einen neuen Namen: "Radfahrerberuhigungsgleisweg" o.ä.!
Warum wohl, weil das RG nahezu immer gut und sehr häufig in den Medien beschrieben wird, außer wenn den Radfahrern wieder auffällt, dass neu eröffnete Abschnitte bei Regen matschig sind.

Von einen richtigen Ringschluss sind wir weit entfernt, was jetzt kommt ist "Ausweichroute" auf bestehenden Wegen, die nicht gerade bester Qualität sind und nicht ausgebessert werden. So bestehen auf der Borsigstraße am ehemaligen Ausbesserungswerk doch erhebliche Asphaltschäden und Wurzelhuckel, die der Stadtverwaltung bereits vor Jahren mitgeteilt wurden. Man hält sich jedoch für "nicht zuständig", na immerhin hat man das Zuwuchern des bereits jetzt viel genutzten Weges noch verhindert.

Im Bereich "Rote Wiese" (Alternativroute) siehts kaum anders aus, auf ausgewaschenen Asphalt rattert man so hin und bei Sportveranstaltungen, parken die armen erschöpften "Sportler" mit dem PKW im und auf dem Weg. Das muss man sich mal ansehen und verstehen, da fahren hunderte "Sportler" mit dem PKW zum Sportplatz und parken alle so nah wie möglich vor der Eingangstüre, während 200-300m weiter der offizielle Parkplatz leer ist.
Und die Stadtverwaltung verhindert das nicht mal durch reparieren bzw ersetzten von vergammelten Absperrungen. Nein, es wird auf den glorreichen Vorschlag vom BS-Forum ein Poller umgesetzt, was nun die PKW-Fahrer motiviert genau da vor im Weg zu parken. Herzlichen Dank auch!
Die Asphaltschäden wurden auch nur kleckerweise ausgebessert, statt alles richtig zu machen.

ja, alter Bahnschotter kommt durch, insbesondere zwischen Westbahnhof und Gartenstadt, zwischen Arndtsraße und Gartenstadt war vor paar Monaten ein 12-Tonner o.ä. von FB Stadtgrün unterwegs und hat mit seinen dicken Zwillingsreifen den Rand zerfahren. Der Weg wird hier in Teilbereichen wegen der Beschädigungen immer schmaler. Es wird aber nicht repariert.

Zwischen Westbahnhof und Echobrüche, sowie Zubringer Messegelände und an der Soda-Brücke Nordanger befinden sich stellenweise wilde Müllablagerungen, Müllsäcke, Sperrmüll, Hausmüll, Bauschutt, Grünschnitt vom benachbarten KGV. Die Stadt BS sieht sich trotz Meldung dieser Mißstände "nicht zuständig" den Müll zu beseitigen oder durch evtl. Grundstückseigentümer beseitigen zu lassen. Darüber berichtet keine Zeitung und auch keine Broschüre des BS-Forums.

Am HKW Mitte und Mittelweg besteht erhöhte Unfallgefahr durch nicht einsehbare Kurven und Werbeschilder. Die Stadt BS sieht laut BZ keinen Anlass dieses zu ändern. Tja, so lange nichts passiert ist das ja OK, in ähnlich uneinsehbarer Lage habe ich schon Radfahrer gesehen, die sich beim Ausweichen lang gelegt haben.

Der Luftschifferweg ist sowas von marode und ein Schlag ins Gesicht für jeden Radfahrer. Auch hier reagiert die Stadt BS nur mit vereinzelten Auffüllungen zwischen dem Kopfsteinpflaster. Auch das Falschparken und Befahren des RG mit privaten KFZ in dem Bereich wird nicht verhindert.

Ich gehe auch davon aus, dass wir nun die nächsten Jahre nichts nennenswertes in Sachen RG erleben werden, eine Weiterführung auf dem Damm wird an Kosten scheitern, der Damm wird wegen der Erschließungsstraße der "Bahnstadt" unterbrochen werden und die Stadt wird sich rausreden, dass die "Alternativroute" doch so toll ist und im Einvernehmen mit dem BS-Forum ja beschlossen wurde,

Den Weg vom Kennel über den Damm hinter der Mastbruchsiedlung zu bauen, würde eine direkte Verbindung des NSG Riddagshausen und der Buchhorst mit dem Westen der Stadt ermöglichen. Wenn man das mal weiter spinnt, kommt man durch die Buchhorst zur bereits befahrbahren ehemaligen BSE-Bahntrasse nach Gliesmarode/Volkmarode und von da wiederum sehr einfach zur Schuntertalbahn bei Querum, von da dann wieder zur TU Beethovenstraße, es also wäre ein "großer Ring" abseits von Straßen möglich. Aber die Stadt BS wird das nicht machen, jedenfalls nicht in den nächsten 30 Jahren.

Für einen vernünftigen Radverkehr brauchen wir eine ordentliche Radinfrastruktur, das was die Stadt BS zur Zeit macht ist nur noch Mist. Sie baut Radwege zurück, setzt an Kreuzungen verwirrende Ampeln mit teils sehr benachteiligenden Steuerzeiten für Radfahrer ein. An einigen Stellen sind sog. Bettelampeln, die nur auf Knopfdruck reagieren. Radfahrer und Fußgänger fahren und laufen hier auch bei Rot drüber, wenn die Ampel nicht grün wird.
zugestellte Radwege, Radfahrstreifen werden nicht konsequent verfolgt, zweireihiges Dauerparken in einigen Straßen bereits Normalität, dadurch fahren die im richtigen Parkplatz stehenden PKW nun auf den Geh- und Radwegen aus, statt den behindernden Falschparker anzuzeigen. Die Ordnungsbehörden haben hier total die Kontrolle verloren.

Von den mittlerweile 3 Clubs und Initiativen, die sich für bessere Bedingungen im Radverkehr einsetzen wollen, sieht man leider nicht allzuviel dazu.

Radfahrerberuhigungsgleisweg 29.04.2019
Antworten

Ich finde die Oberfläche eigentlich OK, schon der fehlende Flächenversiegelung wegen.
Ich frage mich allerdings, warum es Planungen für einen Radschnellweg zwischen BS und WOB gibt. Würde es nicht wesentlich mehr Sinn ergeben, wenn man solche zwischen den umliegenden Ortschaften und BS etabliert?
Ich weiß...Politiker handeln oft weder in unserem Interesse, noch logisch.

Bastian 16.01.2019
Antworten

Das Thema Radschellweg ist wieder so ein Ding, womit sich jemand profillieren will. Im Grunde genommen ist der Feldweg zwischen Dibbesdorf über Wendhausen nach Lehre entlang der Schuntertalbahn schon ganz OK. Der Weg zwischen Querum und Dibbesdorf hat wegen der Splittoberfläche einen etwas schlechteren Zustand, ist aber trotzdem zügig befahrbar. Auf der Wolfsburger Seite sieht das noch etwas anders aus. Ich sehe keinen Grund hier in BS irgendwo noch Geld zum Fenster rauszuwerfen. Lieber die bestehenden Wege sanieren, Lücken im Netz schließen, u.a. Verbindungsrampe Ringgleis zur Friedrich-Seele-Straße schaffen (hätte man von Anfang an bauen sollen).
ich bin der meinung, dass die Stadt BS Radfahrer nicht genug ernst nimmt, Hinweise auf Probleme, Unfallgefahren und widersprüchliche Verkehrsführungen nicht gerne sieht und bei Eingaben nur vorformulierte Standardabsagen zurücksendet.
Daher müssen Interessenvereine wie das BS-Forum und der ADFC Braunschweig viel energischer auftreten. Radverkehr ist auch Verkehr, wichtiger Verkehr mit Grundbedürfnissen an Wegzustand, Barrierefreiheit (Brückenbreite, Treppenstufen an Brücken, enge Umlaufgitter) uvm. Wir haben teilweise immer noch Zustände wie in den 1960er- bis 1980er-Jahren, autogerechte Stadt, viel zu schmale Radwege, glattes und holpriges Kopf- und Kleinsteinpflaster auf Radwegen, sowei bei 2000er und 2010er Neubauten immernoch gefährliche Fehlplanungen wie am Ägidenmarkt oder dem Bohlweg.
Wo seid Ihr, Ihr Radfahrer, begehret endlich mal auf!

Radfahrer 23.01.2019
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Für mich, als ziemlich unempfindlicher,
das Ringgleis nur in meiner Freizeit nutzender Radsportler,
ist die derzeitige Oberfläche der Ringgleisstrecke völlig OK.

Aber: wer sie z.B. für Fahrten zur Arbeitsstelle, zu Veranstaltungen etc. nutzen möchte,
kann ja nicht so ohne weiteres den mehr oder weniger "reichlichen Dreck" entfernen,
der das Rad und die Kleidung befrachtet, und das in Abhängigkeit von der Witterung und örtlicher Nutzung auch noch in mehr oder weniger starkem Maße.

Deshalb finde ich die Idee einer "sauberen" Oberfläche prinzipiell sehr gut,
nur sollte die Frage der ökologisch sinnvollst-sauberen Ausgestaltung gründlich geprüft werden
und nicht der "schnellen Nummer : BILLIG" geopfert werden.

Ausserdem: Ich wünsche mir eine mindestens 1 x wöchentliche Reinigung der Strecke, denn dieses innerstädtische "Juwel" verdient es ganz besonders und unbedingt sauber gehalten zu werden.

Wolfgang Maeser 30.05.2018
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Ganz richtig! Bei einer Asphaltierung könnte man sogar ab und an einen "Winterdienst" machen und Schneematsch wegräumen!
Leider werden die kreuzenden Sraßen ja immer kräftig "gesalzen" und das Salz dann unweigerlich durch die Radler und Fußgänger auf die Ringgleisstrecke getragen.

Peter W. 22.06.2019
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Es gibt übrigens auch viele Läufer, die das Ringgleis nutzen... Ich möchte keinen asphaltierten Weg, der meine Knie kaputt macht. Und wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, nehme ich gerne ein paar Dreckspritzer in Kauf, denn die kann man abwaschen. Mit dem Bremsen oder Ausweichen hatte ich bislang auch nie Probleme.

Anne Gehrke 11.02.2018
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"Wer die Geister rief..." Die Radvehrkehrs-Mobilität nimmt stark zu, u.a. regt deshalb auch der ADFC richtigerweise an, ein weitestgehend zusammenhängendes eigenes Radverkehrs-Wegenetz zu entwickeln. Dadurch könnten viele Konflikte der unterschiedlichsten Mobilitätsarten verringert oder ganz beseitigt werden. Deshalb ist dieser Ansatz richtig. Unzweifelhaft ist das Ringgleis deshalb ein maßgeblicher Teil eines solchen Netzes! Der Beweis ist die gute und stark zunehmende Nutzung durch Radfahrer. Die Steigerung der Radfahr-Mobilität ist ein gutes Ziel, dabei ist die "Qualität" ein wesentlicher Faktor. Auf einer wassergebundenen Oberfläche ist keine komfortable Nutzung gegeben. Schlaglöcher, Pfützen, Staub, schlechtes Bremsverhalten und Ausweichen (nicht nur bei schlechtem Wetter), werden überwiegend bemängelt. Darüber hinaus sind hohe Unterhaltskosten ständig nötig. Darum ist es wichtig, das Ringgleis nicht "ausschließlich" als "Kulturpfad" zu interpretieren. Nichts spricht sagen, solche Inseln auf dem langen Ringgleis einzubinden. Aber mit Verlaub - allenthalben angepriesene "Flohmarktnutzungen" vor die Grundnutzung als Radweg zu stellen, verfehlt das Ziel. Deshalb: Ein Ausbau nur noch asphaltiert vorzunehmen!
Reinhard Manlik

Reinhard Manlik 02.08.2017
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Herr Manlik,
"Ein Ausbau nur noch asphaltiert vorzunehmen!"
Da Sie ja auch Ratsherr der CDU im Braunschweiger Rathaus sind, möchte ich gerne mal wissen, warum Sie das nicht schon seit mindestens 2 Jahren umsetzen und Wegabschnitte wie Hamburger Straße bis Bienroder Weg und Gartenstadt - Kennelweg noch die wassergebundene Oberfläche haben.
Sich bei der Einweihung mit den anderen Leuten vor die Kamera stellen können Sie jedenfalls besser als Ihren Forderungen hier Taten folgen zu lassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man hier in sachen Asphaltierung sogar eine überparteiliche Mehrheit im Rat finde würde.
Das BS-Forum könnte das im Übrigen dem Herrn Manlik auch ab und zu mal unter die Nase reiben, was er hier vor rund zwei Jahren gesagt hat.

Radfahrer 23.01.2019
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