Das Ringgleis

Die Trassse des ehemaligen Industrie-Ringgleises um die Braunschweiger Innenstadt wird sukzessive zu einem Fuß- und Radweg ausgebaut. Die Finanzierung wird u.a. über die Fördergelder des Projektes "Soziale Stadt im Westlichen Ringgebiet" ermöglicht. Die dafür notwendigen politischen Entscheidungen wurden bereits im Jahr 2001 getroffen. Um die Umsetzung der Beschlüsse bei der veränderten politischen Lage möglichst schnell voranzutreiben ist ein weiteres und dauerhaftes Engagement der BürgerInnen und beteiligten Vereine / Institutionen notwendig.

Mit einer Aktionswoche zum Westlichen Ringgleis hat der Verein braunschweiger forum e.V. im Mai 2001 auf die Bedeutung des Ringgleises aufmerksam gemacht. Im Anschluß an die Aktionswoche im Mai 2001 haben sich auf Initiative von Anwohnern und des braunschweiger forums e.V. Interessierte zu einer Aktionsgruppe zusammengefunden. Dieser Vorläufer einer Bürgerbaustelle hat schon vor den “offiziellen Baumaßnahmen” durch mehrere Arbeitseinätze eine teilweise Nutzung der Trasse durch Fußgänger und Radfahrer ermöglicht. Die "Arbeitseinsätze" werden von verschiedenen städtischen Stellen z. B.durch Überlassung von Gerätschaften (Grünflächenamt) und unentgeltlicher Abfuhr von Grünschnitt bzw. Müll (Stadtreinigungsamt) unterstützt.

Im Sommer 2003 wurde der westliche Teil der Strecke von einer Landschaftsbaufirma professionell hergerichtet und kann seit dem durchgängig genutzt werden. In drei Meter Ausbaubreite erfolgte der Einbau einer 20 cm starken Tragschicht. Im Jahr 2004 erhielten die beiden Straßenquerungen Celler Str. und Hildesheimer Str. Ampeln. Die Planung der weiteren Ausbaustufen ist noch nicht abgeschlossen und soll mittels Bürgerbeteiligung voran gebracht werden. Im Jahr 2007 erfolgte dann der Ausbau bis zur Hugo-Luther-Str. im Rahmen des 50-TOP-Projektes. 2017 wurde aufgrund der intensiven Nutzung des Wegs eine Asphaltierung des Teilabschnitts zwischen Triftweg und Kälberwiese notwendig.

Das Westliche Ringgleis ist auch Objekt mehrerer Forschungsarbeiten, z.B. vom Bereich Stadtplanung der Universität Kassel. Unter Rückgrat präsentieren wir hier Vorschläge zur Umgestaltung. Die Aufarbeitung der Industriegeschichte des Ringgleises liegt uns ebenfalls am Herzen.

Das Projekt Zeitschiene widmet sich der südlichen Fortführung der Ringgleistrasse.

Im Sommer 2011 stellte die Stadt Braunschweig einen “ Masterplan Ringgleis” vor. Die Verwaltungsvorlage wurde einstimmig am 28. Juni 2011 vom Rat beschlossen. Damit ist unsere Vision eines geschlossenen Ringes für Fuß-und Radverkehr auf oder neben der alten Trassenführung in greifbare Nähe gerückt. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt inzwischen eine breite Akzeptanz erreicht hat..

Kommentare:

Hallo guten Tag,

ich denke, ich spreche für eine Menge Menschen, die das Ringgleis zu Fuß, aber auch mit dem Fahrrad benutzen und eine Rampe für Fahrräder für den Aufgang Friedrich-Seele Straße vermissen,denn dort hoch oder runter zu gehen ist gefährlich..... Kann man im Zuge des Brückbaus ab 18.06.2018 dies nicht mit in Betracht ziehen ????

Sylvia Schneider 15.06.2018
Antworten

Guten Tag Frau Schneider,
Ihr Vorschlag ist super. Er beschreibt einen Missstand, der schon besteht, seit dem der Ringgleisweg bis zum Südwestknie verlängert wurde. In unserer Broschüre "Das Braunschweiger Ringgleis 2022" vom März 2017 haben wir dort eine zusätzliche Anbindung gefordert, weil die jetzige in Wirklichkeit keine Anbindung ist. Ihr Kommentar veranlasst mich, Ihr Anliegen noch einmal an die Bauverwaltung weiterzugeben. Kommen Sie doch einmal zum "Gesamtstädtischen Arbeitskreis Ringgleis" ins Rathaus. Die nächste Sitzung ist am 13.12.2018 um 18 Uhr. Dort können alle Bürger ihre Anliegen zum Ringgleis vorbringen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Arndt Gutzeit, Kassenwart des braunschweiger forum

Dr. Arndt Gutzeit 27.08.2018
Antworten