Neuer Stadtraum Ringgleis

Das Ringgleis als Rahmenprojekt im ISEK

Seit September 2015 schon laufen die Vorarbeiten und Diskussionen zum neuen „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) in Braunschweig. Jetzt ist klar: auch das Ringgleis wird dabei eine Rolle spielen. Bei den Bürgerwerkstätten im August d.J. hat das mit der ISEK-Erarbeitung beauftragte Büro Urbanista jetzt Eckdaten für ein Rahmenprojekt „Neuer Stadtraum Ringgleis“ vorgestellt. Danach sollen sich am Ringgleis künftig verstärkt auch „Kreative“ und „Start-Ups“ ansiedeln.

Der Leiter des Bereiches Stadtplanung, Thorsten Warnecke, wurde bei einem Treffen der Büroimmobilienbranche Ende August d. J. bereits konkreter: die Ansiedlung von „ruhigem Gewerbe“ soll vor allem zw. der Technischen Universität und der Hildesheimer Str. und am Hauptgüterbahnhof erfolgen (BZ-Artikel vom 30.08.2017: „Die Büros der Zukunft sollen heran näher an die Innenstadt“).

Grundsätzlich ist gegen eine „Revitalisierung“ alter Gewerbebrachen am Ringgleis für neue Büronutzungen nichts einzuwenden. Dafür sprechen die – gegenüber Neubauten in Außenbereichen – geringeren Erschließungskosten und eine Reduzierung langer Wege zwischen Wohnungen und Arbeitsstätten. Andererseits erhöht sich damit der „Verwertungsdruck“ der Flächen am Ringgleis. Es bedarf einer intensiven Diskussion - nicht nur innerhalb der Bauverwaltung - , um eine ausgewogene Nutzungsmischung und eine nachhaltige Integration in die alten Nachbarschaften hinzubekommen.

Der AK Ringgleis (AKR) fordert daher bereits seit zwei Jahren die Durchführung eines Workshops zur weiteren Entwicklung des Ringgleises, in dem nicht nur die Wegebaumaßnahmen diskutiert werden, sondern auch die Entwicklung der an das Ringgleis angrenzenden Flächen. Der AKR hat dazu ein Konzept mit Eckdaten (Ziele, Zeitplan, Referenten, Liste der Einzuladenden) erstellt und dieses jetzt OB Ulrich Markurth mit der Bitte um einen Gesprächstermin zugesandt. Wenn die Stadtverwaltung den Ball aufnimmt, könnte der Ringgleis-Workshop im späten Frühjahr 2018 stattfinden. Es wäre ein äußerst sinnvoller und notwendiger Beitrag zur Konkretisierung des ISEK-Rahmenprojektes „Neuer Stadtraum Ringgleis“.